Zum Inhalt springen

Nutzungsgebühren in Köln:Nach dem Ende der Mahnsperre neue Mahnbescheide an ca. 1700 Geflüchtete in Köln

Nach der Aufhebung der Mahnsperre verschickt das Wohnungsamt der Stadt Köln wieder Mahnbescheide an Geflüchtete. Die Höhe liegt meist über Tausend Euro, teilweise mehrere Tausend Euro und kann darum von den Betroffenen kaum gezahlt werden.
Datum:
11. Aug. 2026
Von:
Ulrich Thomas

Seit Jahren gibt es einen Streit um die Höhe der Nutzungsgebühren für Menschen mit Fluchterfahrung, die schon in Arbeit sind aber noch in städtischen Unterkünften leben, weil sie keine Wohnung finden.

Die Nutzungsbeführen liegen weit über den Mietpreisen für Wohnraum, weil durch sie möglichst die gesamten Kosten für die Unterbringung der Betroffenen gedeckt werden sollen, wie beispielsweise die Personalkosten der Träger und Sicherheitsdienste. Oft ist den Bewohner:innen nicht bewusst, welche Wohnkosten durch eine berufliche Tätigkeit auf sie zukommen. Der Mahnbescheid ist dann ein Schock, welcher die Integration massiv behindert. Wohlfahrtsverbände, Migrantische Organisationen und Ehrenamtsinitiativen verweisen seit Jahren auf diesen Missstand und haben sehr viel Arbeit in der Begleitung der Betroffenen.

Der Kölner Runde Tisch für Flüchtlingsfragen hat nun eine sehr hilfreiche Handreichung für die Betroffenen und deren Begleiter:innen herausgegeben, in welcher erklärt wird, wie man jetzt vorgehen muss.
Besonders wichtig ist hier keine Zeit zu verlieren und möglichst sofort zu handeln!

Im Anhang der Handreichung gibt es diverse Vordrucke für die Schreiben an die Stadt Köln, welche genutzt werden können. Sie ist auf der Seite des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Köln zu finden. Der Link zu dem Dokument befindet sich unten am Ende des Artikels.

Ebenfalls gibt es eine Clearingstelle Nutzungsgebühren für Geflüchtete in städischen Unterkünften vom Caritasverband für die Stadt Köln.
Fragen können sein:

  • Wie lese ich die Forderungsaufstellung?
  • Welche Fallstricke gibt es?
  • Wer könnte als Kostenträger in Frage kommen ?
  • Wann macht eine Schuldnerberatung Sinn?
  • Wie erreiche ich wen? Wie gehe ich weiter vor?

Was leider nicht möglich ist: Einzelberatung von Betroffenen und intensive Fallbegleitung

Erreichbarkeit der Clearingstelle:

Montag, Mittwoch und Donnerstag
Katja Hendrichs
Tel: 0178-9406688
katja.hendrichs@caritas-koeln.de
(abwesend in der Zeit 03.08.26 -14.08.26.)

Dienstag und Freitag
Lisa Focken
Tel: 0178-9094644
lisa.focken@caritas-koeln.de
(abwesend in der Zeit 14.09.26 - 03.10.26.)