Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln
Regionale Angebote vor Ort

Wertschätzende Begegnung und frohes Beisammensein bei der Adventfeier für Familien mit Fluchtgeschichte in St. Jacobus Hilden
Die Erinnerung an das schöne und lebendige Miteinander bei der Adventfeier im vergangenen Jahr im Atrium, dem Gemeindezentrum der katholischen Gemeinde St. Jacobus in Hilden, ließ bei den Organisatorinnen eine große Vorfreude bereits in der Vorbereitung der Neuauflage aufkommen. Würden auch in diesem Jahr die Familien aus den städtischen Unterkünften den Weg in die Innenstadt finden? Und kämen diese wieder zunächst etwas vorsichtig und fragend in den großen Eingangsbereich des Gemeindezentrums? Ließen sich die Eltern mit ihren Kindern erneut mit dem vorbereiteten Tee, Kaffee und Gebäck zum Verweilen, Quatschen und Basteln einladen?
Diese Fragen waren schnell vergessen. Denn kaum waren die Türen zur Adventfeier geöffnet, strömten die ersten Familien in das festlich geschmückte Atrium. Manche altbekannten Gesichter aus dem letzten Jahr waren darunter und freuten sich über die neuerlich Einladung der Engagementförderin der Pfarrgemeinde mit ihrem ehrenamtlichen Team und der Integrationsbeauftragten der Aktion Neue Nachbarn beim Caritasverband für den Kreis Mettmann. Aber auch viele neue Familien hatten sich auf den Weg gemacht, nachdem sie in den Tagen zuvor die Einladung durch die Sozialarbeiter:innen der Stadt Hilden weitergereicht bekommen hatten. So konnte das Vorbereitungsteam insgesamt 66 Familien über den Nachmittag hinweg willkommen heißen und mit ihnen die vorweihnachtliche Freude teilen.
Neben dem leiblichen Wohl standen unterstützt durch den Flüchtlingsfonds des Erzbistums Köln Kreativangebote zur Freude nicht nur der Kinder bereit. Highlight für die Familien waren darüber hinaus die von ehrenamtlich Engagierten liebevoll zusammengestellten Weihnachtspräsente. Dank der gemeindeeigenen Stiftung konnten den Eltern und ihren Kindern jeweils eine Tüte gefüllt mit warmer Wintermütze, Drogerieartikeln und adventlichen Süßigkeiten und Früchten überreicht werden.
Trotz der großen Freude über diese wertschätzende und feierliche Begegnungsmöglichkeit und das Wiedersehen alter Bekannter aus dem letzten Jahr äußerten sich die Engagierten nachdenklich darüber, dass diese Familien mit ihren Kindern weiterhin in den beengten Verhältnissen der städtischen Unterkünfte leben. Dass der Integrationsprozess ein langwieriger und gerade auch für Familien mit Kindern ein belastender ist, wurde durch diese Tatsache den in der Gemeinde Aktiven besonders deutlich.