Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln
Regionale Angebote vor Ort
Gemeinsam für Familie Rouf: Engagement, das Wirkung zeigt

Der Fall der Familie Rouf aus Leverkusen bewegt weiterhin viele Menschen. Im November 2025 verloren die Eltern und ihre Kinder ihre Duldung mit dem Ziel, sie abzuschieben. Die Eltern verloren ihre Arbeitsstellen. Bis dahin waren sie finanziell unabhängig und konnten ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten.
Dank des unermüdlichen Einsatzes von Schüler:innen, Lehrkräften, Ehrenamtlichen, Initiativen und Unterstützer:innen konnte bereits viel erreicht werden: Die Situation der Familie wurde weit über Leverkusen hinaus bekannt, politische Gremien befassen sich mit dem Fall, die Praxis sogenannter „Fantasiepapiere“ steht zunehmend in der öffentlichen Kritik, und die Forderung nach einem humanitären Bleiberecht wird breit unterstützt.
Doch die Familie ist noch nicht in Sicherheit. Vater Mohamed und die 19-jährige Tochter Ramla wurden bereits nach Sri Lanka abgeschoben, während die Mutter und die minderjährigen Kinder weiterhin in Deutschland leben. Die Familie bleibt getrennt, und es besteht weiterhin die begründete Sorge, dass auch die übrigen Familienmitglieder nach Sri Lanka abgeschoben werden sollen.
Den Grund für die Flucht der Familie erklärt der 15-jährige Sohn Ruhaim:
„Wir sind 2018 nach Deutschland gekommen, weil unsere Sicherheit in unserem Heimatland nicht mehr gewährleistet war. Dort waren wir konkret bedroht. Menschen, die uns schaden wollten, suchten nach uns. Wir mussten fliehen, weil wir ernsthaft Angst hatten, dass man uns etwas antut. Für uns war das keine Entscheidung aus Bequemlichkeit, sondern eine Entscheidung zwischen Leben und Tod.“
Gerade deshalb ist weiteres Engagement wichtig. Wer die Familie unterstützen möchte, kann die aktuelle Petition „Familie Rouf gehört zusammen: Holt Mohamed und Ramla zurück!“ unterzeichnen und weiterverbreiten. Jede Unterschrift hilft, den politischen und gesellschaftlichen Rückenwind aufrechtzuerhalten.
Ebenso kann die Familie durch Spenden zur Finanzierung von Anwaltskosten sowie zur Sicherung des Lebensunterhalts in Sri Lanka und Deutschland unterstützt werden.
Unser besonderer Dank gilt den Engagierten aus dem AK Politik und der AG Bleiben, die mit großem Einsatz, Fachwissen und Beharrlichkeit nicht nur Familie Rouf unterstützen. Ihr Engagement lenkt den Blick auch auf strukturelle Probleme und menschenrechtliche Fragen in der aktuellen Abschiebepraxis. Dabei greifen sie die Forderung des Bündnisses „Bildung statt Abschiebung“ auf: Junge Menschen, die hier zur Schule gehen, studieren oder eine Ausbildung absolvieren, brauchen verlässliche Perspektiven statt der Angst vor Abschiebung. Der Fall der Familie Rouf macht deutlich, wie aktuell und wichtig dieses Anliegen ist.
Der Fall zeigt: Engagement kann etwas bewegen. Noch ist das Ziel nicht erreicht. Doch die große Solidarität macht Hoffnung und zeigt, wie viel Menschen gemeinsam bewirken können.
Zur Petition: „Familie Rouf gehört zusammen: Holt Mohamed und Ramla zurück!“ (WeAct)
Spenden: "Spendenaufruf von Elizaveta Khan: Hilfe für Familie Rouf, Unterhalt und rechtliche Hilfe" (gofoundme)