Rhein-Erft-Kreis | 02/2016

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

heute informieren wir Sie über aktuelles aus der Flüchtlingshilfe im Rhein-Erft-Kreis:

  • Die Regionale Homepage der Aktion Neue Nachbarn mit vielen Informationen aus Ihren Pfarrgemeinden ist online gegangen.
  • In Frechen hat zum ersten Mal ein Helfercafé für Engagierte in der Flüchtlingshilfe stattgefunden.
  • Der Deutsche Caritasverband stellt Mittel für die Arbeit von Asylhelferkreisen in Pfarrgemeinden zur Verfügung.
  • Best Practice Beispiel: Die mobile Kleiderkammer aus Oberaußem stellt sich vor.
  • Aktuelle  Termine
  • Interessante Links

Viel Spaß beim Lesen!

 

 

Neue regionale Internetseiten

Rund 20.000 ehrenamtliche Helfer sind derzeit für die Aktion Neue Nachbarn – die Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln aktiv.

Auch in Ihren Pfarrgemeinden hier im Rhein-Erft-Kreis helfen sie auf vielfältige und kreative Weise, die geflüchteten Menschen willkommen zu heißen und sie als neue Nachbarn bei sich aufzunehmen.

 

Auf der neuen regionalen Internetseite unter rheinerft.aktion-neue-nachbarn.de können sich Interessierte, ehrenamtliche und hauptberufliche Helfer direkt informieren:

 

Was wird bei Ihnen vor Ort bereits getan?
Welche Projekte gibt es?
Was wird gebraucht?

Wo kann ich spenden?

Wo kann ich mich praktisch engagieren?

Wohin kann ich Menschen, die Hilfe benötigen weiterleiten?

Wo finde ich Ansprechpartner?

 

Die neuen Seiten sind nach den Kreisen und Städten des Erzbistums Köln aufgeteilt.

Der Bereich für den Rhein-Erft-Kreis wird von uns Koordinatorinnen betreut. Die uns bekannten Angebote aus Ihren Gemeinden haben wir bereits eingepflegt.

 

Wenn es in Ihren Gemeinden Veranstaltungen gibt, die sich an Flüchtlinge, Ehrenamtliche und/oder Interessierte wenden, teilen Sie uns dies gerne mit.

 

Bitte unterstützen Sie uns aktiv dabei ihre Angebot vor Ort bekannter zu machen. Wir veröffentlichen gerne Ihre Informationen und Angebote.

Helfercafé für Engagierte in der Flüchtlingshilfe

Am 05.03.2016 haben sich 12 Engagierte aus der Flüchtlingshilfe zum ersten Helfercafé im Rhein-Erft-Kreis in Frechen beim Sozialdienst katholischer Frauen getroffen.

Eingeladen waren Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder neu einsteigen wollen und Austausch, Vernetzung und Informationen suchen.

Es ging nicht um die Frage „Wie kann ich anderen helfen?“. In diesem Rahmen konnten die Teilnehmer

  • gemachte Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit miteinander austauschen.
  • merken: „Den anderen geht es ähnlich wie mir.“
  • sich unter Gleichgesinnten Dinge von der Seele reden.
  • mit Fachkräften von Caritas, katholischem Bildungswerk, Kreisdekanat und den Koordinatorinnen der Aktion Neue Nachbarn ins Gespräch kommen.
  • positive Impulse für die weitere Arbeit mitnehmen.

Es fand ein reger Austausch statt. Deshalb planen wir, das Angebot auch an anderen Orten zu wiederholen.

Haben Sie Ideen und Wünsche für Angebote für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Zuschüsse für Ihre Arbeit in den Gemeinden

Asylhelferkreise bilden die Basis für ehrenamtliches Engagement in der Arbeit mit Flüchtlingen. Um dieses Engagement zu unterstützen, können Asylhelferkreise, die an Kirchengemeinden angekoppelt sind, beim Deutschen Caritasverband Mittel für eine Einzelfallhilfe mit einem Volumen von bis zu 2.000 Euro erhalten.

Was kann gefördert werden?

Um eine bedarfsgerechte Hilfe zu ermöglichen, bleiben die Förderkriterien bewusst möglichst offen. Grundsätzlich soll die Arbeit der Asylhelferkreise, die an Kirchengemeinden gekoppelt sind, unterstützt werden.

Wenn Sie diese Mittel beatragen möchten, wenden Sie sich bitte an  fluechtlingshilfe@skf-erftkreis.de.

 

Best Practice: Die mobile Kleiderkamer in Oberaußem

Im Juni 2015 formierte sich das ökumenische Projekt „Neue Nachbarn in Bergheim-Ost“. Dabei zeigte sich, dass sich die Menschen in den Gemeinden gar nicht schwer damit tun, aktive gemeindliche Caritas zu leben. Zur Auftaktveranstaltung kamen statt der erwarteten 10-15 fast 50 Interessierte. Noch im Sommer bildeten sich drei Arbeitsgruppen zu den Themen „Patenschaften“, „Sprach- und Wissensvermittlung“ und „Aktionen“.

Besonders gefordert wurde die Initiative, als sie darauf aufmerksam wurde, dass in der großen Unterkunft im Hallerhof zahlreiche Flüchtlinge lebten, die zwar nicht mit warmer Winterkleidung ausgestattet waren, aber aus verschiedenen Gründen auch keinen Zugang zu den örtlichen Kleiderkammern hatten. So suchte man nach einer pragmatischen Lösung:

Eine Übergabe von Bekleidungssets nach vorhandener Größenliste usw. gepackt, wurde schnell verworfen. Das fanden die HelferInnen dann doch zu paternalistisch.

Eine andere Idee aber begeisterte alle Beteiligten: Eine mobile Kleiderkammer, die direkt zu den Flüchtlingen kommt – zeitlich begrenzt und ohne die Notwendigkeit einer längeren Einlagerung.

Anfang Dezember beriet die Gruppe das Angebot zum ersten Mal und hatte dabei das ambitionierte Ziel vor Augen, die BewohnerInnen des Hallerhofes noch vor Weihnachten mit dem Nötigsten zu versorgen.

Schnell wurde ein „auf jeden Fall“-Kernteam gebildet, das sich um die Organisation kümmerte. In die Vorbereitung wurden natürlich auch Flüchtlinge einbezogen.

Dann ging es darum, das Vorgehen am Einsatztag zu planen. Dabei konnte die Gruppe von vielfältigen Erfahrungen aus anderen Kleiderkammern profitieren.

Am Samstagmorgen wurden Spenden eingeladen und am Hallerhof wurden Biertische, Steckregale und Tapeziertische für die Auslage aufgestellt. Die Stimmung vor Ort war prima. Alle BewohnerInnen konnten bedient werden. Sie bedankten sich spontan mit Tee und Keksen für die HelferInnen und unterstützten den Auf- und Abbau.

Auch ein Verein aus der Gemeinde beteiligte sich: Der Posaunenchor kam vorbei um die Aktion „mobile Kleiderkammer“ mit einem kleinen Ständchen zu unterhalten.

Die übriggebliebenen Bestände konnten unkompliziert an die Kleiderkammer der Malteser in einer nahgelegenen Erstaufnahme weitergegeben werden.

 

Weitere Informationen zur mobilen Kleiderkammer finden Sie hier.

Interessante Links

  • Ausbildungs- und Studienplätze für Menschen mit Fluchterfahrungen
    auch in diesem Jahr werden wird das Erzbischöfliche Generalvikariat zum 01.08.2016 eine zusätzliche Ausbildungsstelle Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement einrichten, und diese gezielt mit einem Menschen mit Flüchtlingsstatus besetzen. Der Aufenthaltsstatus spielt keine Rolle, es kann also auch jemand mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung sein. Aus dem EGV heraus angedacht sind eigene Unterstützungsmöglichkeiten wie ergänzendes Sprachtraining und patenschaftliche Begleitung, wenn entsprechender Bedarf besteht. Alles Weitere entnehmen Sie bitte der Ausschreibung hier.
  • Der Fachbereich Sozialwesen der Katholischen Hochschule Köln wird im Wintersemester 2016/2017 zehn zusätzliche Studienplätze für geflüchtete Menschen im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit anbieten. Die zehn Studierenden werden mit einem auf den Studiengang vorbereitenden Sprachkurs und zusätzlichen Einführungsveranstaltungen sowie studentischen Paten unterstützt.Die Bewerbungsfrist für Geflüchtete endet am 30. April 2016. Informationen zu den Bewerbungskriterien und –unterlagen, sowie  weitere Informationen und einen  Flyer in verschiedenen Sprachen finden Sie hier.

 

  • Zahlen zu Asyl in Deutschland
    Zu den Themen, die Deutschland und die deutsche Gesellschaft derzeit am meisten beschäftigen, gehören die Zuwanderung von Asylsuchenden und die damit einhergehenden Herausforderungen auch bei der Integration. Über die genaue Zahl der Asylsuchenden, woher sie kommen oder wie alt sie im Durchschnitt sind, hat die Bundeszentrale eine sehr informative Übersicht mit Infographiken erstellt. Die Übersicht finden Sie hier.

 

  • Projekt „Formulare verstehbar machen“
    Die Kontakt und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen hat sich zum Ziel gesetzt, Flüchtlinge und Migrantinnen bei der Orientierung im deutschen Ämterdschungel zu unterstützen. Ehrenamtliche Übersetzerinnen übertragen Formulare in nachgefragte Sprachen wie Arabisch, Französisch oder Englisch. Auf der Internetseite des Projekts können die Überstzungshilfen  kostenfrei heruntergeladen werden: http://www.kub-berlin.org/formularprojekt/de/

 

 

Termine

28. April 2016 zusammen:arbeiten. Geflüchtete in Arbeit und Ausbildung integrieren – Herausforderungen und Perspektiven
Fachtag am 28. April zur Integration Geflüchteter in Arbeit und Ausbildung
Damit das Zusammenleben in unserer Gesellschaft auch langfristig bunt und vielfältig, demokratisch und tolerant gelingt, entwickelt sich die Willkommenskultur zur Integrationskultur weiter. Die faire und gleichberechtigte Teilhabe Geflüchteter an Arbeit und Ausbildung gehört dazu!

Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie auf unserer Homepage.

 

09. Mai 2016 Anmeldeschluss "Play for unity cup"

Im Juni veranstalten Radio Erft und der Rhein-Erft-Kreis ein interkulturelles Fussballturnier.

Weitere Informationen und einen Link zur Anmeldung finden Sie auf unserer Homepage.

 

09.-10. Mai 2016: Studienkonferenz "Grenzenlose Hilfsbereitschaft?"
Migration als Herausforderung der europäischen Kirche

vom 9. bis 10. Mai 2016 (Mo.-Di.) in der Thomas-Morus-Akademie/Kardinal-Schulte-Haus, Bensberg

Flyer als PDF: http://www.tma-bensberg.de/veranstaltungen/pdf/?id=5514 

 

Weitere aktuelle Termine finden Sie hier.

Kontakt und Sprechzeiten

Sie erreichen mich:

per e-mail fluechtlingshilfe@skf-erftkreis.de

 

und im Rahmen der Telefonsprechstunde:


Anna Breuer-Wirges
Telefon: 01575/3232889.    
Montags 8-10 Uhr und

Mittwochs 14-15 Uhr

 

Wenn Sie mich lieber persönlich treffen möchten, mache ich gern einen Termin mit Ihnen aus um Ihre Gruppe oder Initiative vor Ort zu sprechen.

 

Ihr Kontakt:

SKF Rhein-Erft-Kreis e.V.
An St. Severin 11-13
50226 Frechen

Tel: 02234 603 98-0
fluechtlingshilfe@skf-erftkreis.de

 

Besuchen Sie uns im Internet: rheinerft.aktion-neue-nachbarn.de   |  IMPRESSUM

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