Ratingen/ Brenkhausen - Interreligiöses Wochenende

Die Katholische Kirchengemeinde St. Anna organisierte in Kooperation mit dem Caitasverband /Aktion Neue Nachbarn ein interreligiöses Wochenende im koptischen Kloster Brenkhausen.

Ratingen

Mit dreiundzwanzig Teilnehmer/-innen starteten wir am 11.6.2022 im vollen Reisebus ins weit entfernte Kloster Brenkhausen bei Höxter. Und die Gruppe war vielfältig: aus verschiedenen Ländern traf sich Alt und Jung, Geflüchtete und Ehrenamtliche, Christen und Muslime, Männer und Frauen.

Uns alle vereinte der Wunsch, die in den letzten Jahren gewachsenen Beziehungen zu vertiefen und über die Religion ins Gespräch zu kommen.Geleitet wurde das Wochenende von Doris Theissing (Kirchengemeinde St. Anna), Katinka Giller (Kirchengemeinde Heilig Geist) und Ursula Hacket (Caritas/ Aktion neue Nachbarn). Das Ziel der Reise war das koptische Kloster in Höxter/ Brenkhausen, wo uns der koptische Bischof Anba Damian persönlich und mit unglaublicher Gastfreundschaft empfing.

Eine Führung durch das Kloster durch den Bischof persönlich stand auf dem Programm. Er erzählte von der bewegten Geschichte des koptischen Christentums und wie die koptische Kirche das verlassene Kloster Brenkhausen zu neuem Leben erweckte. Auch zum Gottesdienst mit orthodoxem Ritus war die Gruppe eingeladen. Ein einzigartiger, beeindruckender Ort, der allen Teilnehmenden sowohl Vertrautes als auch Neues zeigte, denn hier ist arabische Kultur und christliche Tradition verwoben. 

Und das Programm bot noch mehr: Die Gruppe beschäftigte sich mit Besonderheiten und Gemeinsamkeiten der Religionen Christentum - Judentum und Islam, und erlebte, wie Fotos, die auf den ersten Blick eindeutig einer Religion zuzuordnen sind, dann doch nicht so eindeutig sind- vieles ist verwandt und miteinander verbunden.

Auch die Geschichte von Musa- Moses wurde zum Thema und die Gruppe erfuhr, dass er sowohl in der Bibel als auch im Koran eine wichtige Rolle einnimmt.

Das Wetter spielte mit - die Sonne schien und so wurde das Außengelände zum Seminarraum, zum Freizeitraum und selbst zum Essensraum. Es wurde getanzt, gespielt und gequatscht. Ein lohnender Aufbruch - der unbedingt fortgeführt werden sollte.

Die Lernerfahrung des Wochenendes für alle war, dass das interreligiöse Miteinander den Respekt vor dem Glauben der anderen voraussetzt und gleichzeitig auch fördert.

Ende Juli wird es für die Gruppe ein Nachtreffen im Pfarrheim von St. Bartholomäus geben, bei dem die Erfahrungen noch einmal reflektiert und vertieft werden.

 

Zurück