Kreisdekanat Mettmann - Neue Nachbarn im Advent

Videobotschaften aus vier Städten gaben Einblick in internationale Weihnachtsbräuche.

Christen aus Griechenland, Togo, Polen und Syrien erzählten uns von ihren Advents- und Weihnachtsbräuchen. Sie alle leben seit wenigen Jahren oder seit Jahrzehnten mit uns im Kreis Mettmann - in Velbert, Wülfrath, in Haan und Ratingen. Die Videos zu den Advents- und Weihnachtsbräuchen finden Sie hier:

 

1. Advent

(Velbert) Die griechische Familie pflegt auch in Deutschland die griechischen Weihnachtstraditionen. Gerade hat Stavroula, die seit 42 Jahren in Deutschland lebt, typisch griechisches Weihnachtsgebäck „Kourabiedes“ gebacken. Typisch für Kourabiedes sind die Mandeln, das Rosenwasser und der Puderzucker, mit dem die Plätzchen dick umhüllt sind. In Griechenland haben sie unter anderem einen symbolischen Charakter. Die Farbe der Kourabiedes symbolisiert Reinheit. Stavroula und ihre Tochter Helena erzählen, dass in Griechenland Weihnachten bis zum 6.Januar gefeiert wird und die Geschenke bringt der Heilige Vassillius in der Nacht zum 1. Januar.

 

Wer Kourabiedes ausprobieren möchte, findet hier ein Rezept:

330 g Butter mit einem Eigelb und 250 g Zucker schaumig rühren. 500 g Mehl hinzugeben und soviel Orangensaft unterrühren bis der Teig geschmeidig wird. 200 g gemahlene Mandeln unterrühren. Nun Plätzen in Kugeln formen und bei 180 Grad ca 20-25 Minuten backen. Anschließend mit Rosenwasser bepinseln und in reichlich Puderzucker wälzen.

 

 

 

 

2. Advent

(Wülfrath) Vikinalove (Viky) aus Togo singt für uns das togolesische Weihnachtslied „Jesus est bon“ in französischer und englischer Sprache. Als Sängerin der Band Ambessengers - einer interkulturellen Band, die 2016 im Rahmen der Caritas-Kampagne vielfalt.viel wert. gegründet wurde, ist sie vielen im Kreis Mettmann bekannt. In Togo gibt es viele unterschiedliche Sprachen und Weihnachten wird auf vielfältige Weise gefeiert. Viky erklärt dazu „Es gibt viele Farben bei uns. In meiner Familie wird viel gesungen. Das Lied, das ich im Video singe, hat eine große Bedeutung. Es drückt den Dank an Gott für das Jahr aus, aber es wird auch für die Kranken gebetet. Das ist gerade in dieser Zeit sehr wichtig.“

 

Mehr Informationen über die Band Ambessengers:

https://www.facebook.com/ambessengers/photos/a.1101176670005614/2047444335378838

 

 

 

3. Advent

(Haan) Agata ist aus Polen nach Deutschland gekommen. Sie und ihre Tochter Sophie zeigen uns ihre Weihnachtskrippe, die sie aus Polen mitgebracht haben. Normalerweise verbringen sie Weihnachten in Polen bei den Großeltern. Sie erzählen, dass in polnischen Kirchen Weihnachtskrippen oft mit lebensgroßen Figuren aufgebaut werden, was eine ganz besondere Anziehungskraft hat. „Schon wenn man in die Kirche reinkommt, spürt man die Wärme und Ausstrahlung der Heiligen Familie.“ Jedes Jahr fahren sie von Kirche zu Kirche, um die unterschiedlichen Krippen zu sehen.  

 

 

 

4. Advent

(Ratingen) Faten, Joussef und Milad, eine syrische Familie, die als Bürgerkriegsflüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, berichten uns über syrische Weihnachtsbräuche. In Syrien werden schon Anfang Dezember mit Beginn des Advents Weihnachtsbäume aufgestellt und üppig geschmückt. Auch die Häuser werden dekoriert- außen und innen. Die Menschen wetteifern um den schönsten Schmuck. Es gehört zur Tradition, dass die muslimischen Nachbarn und Freunde während der Weihnachtstage zu Besuch kommen und gratulieren, wie auch umgekehrt die Christen die Muslime zum Zuckerfest und zum Opferfest besuchen.

 

 

Zurück