Beschäftigung von Geflüchteten ? Wie gelingt sie und wird zum Gewinn für Unternehmen und Geflüchtete?

Trialog mit Geflüchteten, Unternehmen und Ehrenamtlichen.

Kerpen. Unternehmen in Deutschland suchen Fachkräfte. – In ihren Heimatländern Qualifizierte Geflüchtete suchen Arbeit. Eine qualifikationsentsprechende Beschäftigung zu fairen Bedingungen ist das Ziel für beide Seiten. Bisher finden Sie dennoch oft nicht zusammen. Die Katholische Kirchengemeinden und Verbände setzen deshalb Jobpaten ein. Das sind Ehrenamtliche, die Geflüchtete dabei unterstützen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren und bei Bewerbung und Berufseinstieg helfen.

 

Als 2015 viele Geflüchtete nach Deutschland kamen, sahen Wirtschaftsvertreter darin eine große Chance dem Fachkräftemangel zu begegnen. In der Praxis stellen sich jedoch zunehmend Fragen: Mit welchem Aufenthaltsstatus darf ein Geflüchteter Arbeiten? Wie funktioniert die Vorrangprüfung? Was ist eigentlich eine Ausbildungsduldung? Auf diese und weitere Fragen fanden Arbeitgeber, Job-Paten und Geflüchtete Antworten bei einer Veranstaltung, die Sozialdienst katholischer Frauen Rhein-Erft-Kreis e. V. und AWO Rhein-Erft e. V. zusammen mit der katholischen Kirchengemeinde Kerpen Horrem/Sindorf am 30.11.2017 im internationalen Zentrum in Kerpen ausrichteten.

Ca. 65 Interessierte hörten dabei die Informationen, die Svenja Jambo vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung des Institutes der deutschen Wirtschaft darstellte. Sie erklärte unter welchen Bedingungen Geflüchtete (nicht) arbeiten dürfen und mit welchen Maßnahmen Arbeitgeber und Geflüchtete bei der Arbeitsmarktintegration unterstützt werden. Später berichtete Lena Mödder, Personalverantwortliche eines Catering-Unternehmens von ihren positiven Erfahrungen mit der Beschäftigung von MigrantInnen. „Motivation und Engagement im Job haben mit der Nationalität nichts zu tun“, so ihr Fazit. Nach diesen Beiträgen hatten die Anwesenden Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, zu netzwerken und Detailfragen mit den Referentinnen zu klären, oder sich bei Katharina Nüdling vom Sozialdienst katholischer Frauen als Job-Paten zu melden.

 

Wenn Sie Lust haben, sich als Jobpate oder Jobpatin zu engagieren, schreiben Sie uns doch einfach: fluechtlingshilfe@skf-erftkreis.de

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Projektes Neue Nachbarn auch am Arbeitsplatz.

Zurück